Andere Medien
Korrosionsangriff durch aggressive Medien
Das Feld der korrosionsaggressiven Medien ist weit und geht von alkalischem Angriff besonders von Buntmetallen wie z. B. Aluminium bis hin zum Angriff durch schwache organische Säuren wie Essigsäure oder Ameisensäure. Die folgende Auswahl aus bisher bearbeiteten Schäden soll einen Eindruck hiervon geben.
- Chlorwasserstoffkorrosion in einer Heizungsanlage durch Einzug von chlorkohlenwasserstoffkontaminierter Frischluft aus einer benachbarten Lackiererei.
- Schwefelsäurekorrosionen in einem Brennwertkessel durch Unterschreiten der Temperatur, ab der Schwefelsäure kondensiert (Taupunkt).
- Beaufschlagungen von technischen und elektronischen Anlagen durch Austreten von ammoniakalischer Reinigungslösung aus einer Getränkeabfüllanlage.
- Austreten einer Prozesslösung, die Salpetersäure (HNO3) enthielt, in einem Abfüll-Betrieb mit Eintritt der Säure in Schaltanlagen im unterliegenden Keller.
- Lochfraßkorrosionen in einer Sprinkleranlage eines S-Bahn Fahrzeugs konnten auf dem Löschwasser zugesetztes Acetat (Salz der Essigsäure) zurückgeführt werden.
Bei chemischen Beaufschlagungen, insbesondere von Metalloberflächen, ist ein schnelles Einleiten von Sofortmaßnahmen zur Sachwertrettung sowie eine umfassende Kenntnis der Sanierungstechniken zur Beseitigung der Beaufschlagung notwendig.
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