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Chloridkorrosion

Chloridkorrosionsschäden treten auf bei:

  • Brandereignissen, in denen größere Mengen PVC zumeist vom Abbrand der Kabelisolierungen involviert waren
  • Tausalzbeaufschlagung zumeist von Bauwerken
  • Freisetzung von Salzsäuredämpfen aus Beiz- oder Reinigungsprozessen
  • thermischer Behandlung von chlor- oder chloridhaltige Materialien, so z.B. in Sinterprozessen

Die Chlorwasserstoffkorrosion ist ein stetig voranschreitender Prozess, da der Chlorwasserstoff in der chemischen Umsetzung nicht verbraucht wird. Besonders auf Edelstahloberflächen verläuft der Prozess oft punktuell in kleinen Vertiefungen ab, durch die es zu einer Lochfraßbildung z. T. mit Kavernenstruktur kommt. Daher ist bei Chlorwasserstoffbeaufschlagung ein schnelles Handeln sowie eine umfassende Kenntnis der Sanierungstechniken zur Beseitigung der Beaufschlagung notwendig. Im Bild ist eine verchromte Hochglanzwalze aus einem kunststoffverarbeitenden Betrieb zu sehen, die nach einem Brand mit Chlorwasserstoff beaufschlagt wurde. Die grüne Färbung rührt von den grünen Chrom(III) chloriden her.